Apropos Insta

Ein paar Gedanken zu Instagram und Glückwünsche zum Geburtstag, APROPOS Concept Store

Fotos Stephanie Schweigert
Konzept Fabian Hart

Wie performt die Pumpkin Spice Latte? War das der richtige #Tag? Ist das noch ein latergram oder schon ein throwback? Overshare ich? War das #OOTD ein durchschaubarer Look oder genial unarrangiert? Warum liket sie nie zurück? Wer folgt und wer ent-?

Klar ist: Instagramer beherrschen Selbstevaluation. Wir analysieren unseren Feed, einzelne Beiträge, unsere Likeability. Sie ist zu einer Extension unseres Selbstwerts geworden und Likes zu einer Währung und Folger mehr als ein Publikum. Sie sind unsere besten Kunden. Oder unsere schlechtesten. Mittlerweile kann man sie sich sogar kaufen, für ein paar hundert Euro bekommt man einige tausend Followers als Gegenwert. Das sind tote Accounts, die wahllos Bilder liken. Neues Falschgeld. Fake Reichweite.

Warum das alles geschieht? Die Erklärung ist einfach und klingt pathetisch: wir alle wollen gemocht werden. Vor allem aber wollen wir, dass andere uns dabei zusehen, wie sehr wir gemocht werden. Und wenn die Bilder, die uns repräsentieren sollen, unterhalb der Vorstellung von unserer eigenen Mögenswürdigkeit bleibt, kann man sich ganz schön ungeliebt fühlen und fast ein bisschen abgelehnt. Für alle sichtbar.

Jetzt könnte ich noch ein bisschen von diesem überteilten Filmchen mit Kirsten Dunst schreiben, in dem ihr zwei Fans in LA begegnen, die nichts weiter von ihr wollen als ein Selfie und einen schönen #Tag. Und davon, wie es manchmal passieren kann, dass man einen guten Moment erlebt und an die Mindest-Likes denkt, die er im Quadrat einbringen würde.

Aber klingt das nicht alles eine Nummer zu perfide? Instagram ist mehr als ein Rankingsystem für Selbstwert. Mehr als Folgungswahn und Suchtspiel. Instagram trainiert unsere Soft Skills und es ist okay zwischendurch Qualitätsmanagement zu betreiben. Aber vor allem sollten wir hin und wieder die Dinge feiern, die unmögbar sind, im besten Falle unmöglich, weil sie nur uns etwas bedeuten. Und es ist eine Übung, die Momente nicht zu posten, von denen wir wissen, dass sie absolut likeable wären. Und zu verstehen, dass die richtigen zählen, nicht alle. Das allerwichtigste aber ist, instagräm dich nicht.

Apropos likeable. Was ich eigentlich sagen wollte: absolut mögbar ist nicht nur die Bebilderung dieses Artikels, sondern vor allem das darin performte Outfit von APROPOS The Concept Store. Der deutsche Händler für High-Fashion feiert dieses Jahr Geburtstag. In den letzten 30 Jahren haben die Chefs Klaus Ritzenhöfer und Daniel Riedo fünf Concept Stores in Köln, Düsseldorf, München und Hamburg eröffnet. Zeit also für einen Blumenregen. Und jetzt noch folgendes: APROPOS auf Instagram könnt ihr hier abonnieren.

 

Jacke HAIDER ACKERMANN
Mantel CERRUTI
Hose CERRUTI
alles via APROPOS The Concept Store
Schuhe BIRKENSTOCK

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