Emika

Über ihrer Synthesizer/Piano-Workstation errigiert ein Mikrofonständer, den sie so berührt, so als würde sie sich selbst streicheln …

Photo & Text Fabian Hart

Der Beat setzt ein und Emika erscheint im Nebel. I Sleep With My Enemies singt sie in einem schwarzen Morphsuit und ihre blonden Haare schlagen gegen den Stoff, der ihr Gesicht bedeckt. Lichtwechsel. Blitze. Pink. Schneller. Röter. Noch mehr Nebel. Emika bleibt dunkel. Über ihrer Synthesizer/Piano-Workstation erigiert ein Mikrofonständer, den sie so berührt, als würde sie sich selbst streicheln. Nicht plump, nur so nebenbei. Sie hat alles im Griff und die Musik gehorcht ihr, sie schlägt sie um sich und zwingt sie in die Knie der Zuschauer. Dann legt Emika die Stoffmaske ab und ihre Haare fallen als Vorhang zwischen Bühne und Publikum. Eine Balletttänzerin im Kettenhemd knallt mit ihren Zehen auf den Bühnenboden, immer wieder, synchron zum Beat, der nicht aufhören will zu schlagen. So knallhart kann Pop sein, der nach Lieblingsmusik klingt.

 

 

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