Hartbeats XLIII

Die Preisträger der Echo-Verleihung gestern Abend klingen fast alle nach Weghören. Höchste Zeit also für neue Hartbeats

Auswahl und Text Fabian Hart

 

Kelis – Rumble

Gegen Kelis‚ Sound kann man mal wieder nichts sagen, sie liefert zuverlässig moderne Töne. Vor ein paar Wochen hatte ich Jerk Ribs vorgestellt, die erste Auskopplung aus Food, ihrem neuen Album, das am 22. April erscheinen wird. Das Video zu Jerk Ribs war ein schwaches Behind-The-Scenes-Filmchen, aber im Vergleich zu Rumble immerhin abwechslungsreich. In diesem Video macht sie es sich auf einem Sessel bequem, der mit den Füßen im Wasser steht. Heißt das, dass Kelis keinen Bock mehr hat, aufwendige Filme zu produzieren oder steckt dahinter noch mehr Symbolik? Vielleicht hört ihr ja was raus.

 

Talib Kweli feat. Abby Dobson – State of Grace

Talib Kweli steht nicht länger nur für Conscious Rap – er darf sich auch für die innovative Erzählform seines Musikvideo zu State of Grace feiern lassen, ein Mix aus Comic und Word-Art. Der Track klingt natürlich auch 1a.

 

Kim Deal and Morgan Nagler – The Root

Kim Deal ist mehr als die Ex-Bassistin der Pixies, obwohl man das The Root natürlich noch anhört. Den Song hat sie zusammen mit Schauspielerin Morgan Nagler produziert, von der man schon ewig nichts mehr gehört hat, zuletzt in American Pie 2. Weshalb sie im Video zu The Root nicht zu sehen ist? Sie musste arbeiten.

 

Le1f – Boom

Warum es zweieinhalb Wochen keine Hartbeats gab? Weil man nach guten Videos suchen muss und die nicht jeden Tag passieren. Boom, das neue Musikvideo von Queer-Hopper Le1f, ist schon mindestens genau so lange online, aber ich habe für die anderen Songs dieser Ausgabe etwas länger sammeln müssen.

 

Toddla T Sound – Acid

Ganz schön druggy, der Sound, den Thomas Mackenzie Bell aka Toddla T mit Acid abliefert. Der 29-jährige Produzent und DJ ist auch für seine Remixes bekannt, die er unter anderem für Hot Chip, Roisin Murphy und Ladyhawke bastelt. Mehr von ihm findet ihr auf seiner Soundcloud.

 

Mister D. X Anja Rubik – Chleb

Dank Anja Rubik feiert Mister D nicht nur in Polen einen Sommerhit, der viel zu früh kommt. Im Video zu Chleb spielt das Model die Traumvorstellung eines polnischen Mädchens – eine überschminkte, schlanke, behangene Version ihrer selbst. Und denkt jetzt bloß nicht, dahinter stecke Ironie – oder habt ihr noch nie Anja Rubiks Werbefilm für Nintendo gesehen?

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