Hartbeats XXXIX

Zwischen Bewussteins- und Realitätserweiterung: die neuen Hartbeats-Musikvideos

St. Vincent Digital Witness

Wenn es nicht auf Instagram stattfindet, dann isses auch nicht passiert. Vermutlich bewegte genau das Annie Clark aka St. Vincent zu ihrem neuen Track. In Digital Witness singt sie „If I can’t show it, you can’t see me“ und das klingt nicht nur nach Truman Show Next Level, sondern sieht auch ganz danach aus. Wir senden mittlerweile mit den eigenen Kameras unsere Reality-Doku auf Multi-Channels – sind Regisseur, Darsteller und Voyeur auf einmal. Digital Witness. Endlich können wir es benennen.

 

 

Rumpistol Away

Jens B. Christiansen alias Rumpistol ist kein Neuzugang für die Hartbeats. Mit Asleep war er Ende November schon geplaylisted. Am 15. Februar wird sein fünftes Album Away erscheinen, daraus hat er gestern schon ein paar Stücke unplugged gespielt, gemeinsam mit den Streichern des Sinfonieorchesters Kopenhagen. Unter anderem den folgenden Track:

 

 

Iamamiwhoami Fountain

Unaussprechbare Buchstabenaneinanderreihung? Von wegen. Iamamiwhoami ist mehr als das artsy Alter Ego der schwedischen Musikerin Jonna Lee. „Iam. Am I? Who am I?“ ist die verkettete Infragestellung des menschlichen Daseins. Passenderweise wird dieser Existentialismus in elbische Anmut, offene Meere und elektronische Spherenklänge gebettet.

 

 

Patten Agen

Spätestens jetzt sind wir in der Videokunst angekommen: Stream of Consciousness. Fieberträume. Psychodiagnostik. Ich habe keine Ahnung, was der folgende Clip nicht mit uns anstellt. Zwischenzeitlich glaubte ich von Außerirdischen entführt, oder wenigstens von ihnen missbraucht worden zu sein, achja, und die Weltformel habe ich mit Agen, dem Video zum neuen Track des Produzenten uns Musikers Patten, übrigens auch gefunden. Und ihr so?

 

 

Holly Herndon Chorus

Musikerin Holly Herndon hat für ihren neuen Song Chorus die eigene Stimme um Klangausschnitte von YouTube, Skype und anderen Plattformen erweitert, auf denen Bild und Stimme immer wieder unterbrochen werden. Sie erweitert den Begriff der Augmented Reality, also der computergestützten Erweiterung unserer Wahrnehmung von Realität, um den der Augmented Vocals. Klingt fast so, als würde es so gut aussehen, wie es sich anhört.

 

 

Jagwar Ma Uncertainty

Uncertainty ist ein großes Wort. Es lässt von Unsicherheit bis Verunsicherung viele Spielräume, auch und vor allem für die drei Jungs von Jagwar Ma. Die australische Psychodelic-Dance-Band existiert seit knapp drei Jahren, ihr erstes Album Howlin‘ ist 2013 erschienen. Uncertainty ist eine Singleauskopplung und im Video sehen wir gespielte Marslandschaften, Keyboards, Nachthimmel und ein paar Sneakers. Fast ein wenig erwartbar im Vergleich zu beiden Videos davor.

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