Home Office

Kon/Text & Fotos Fabian Hart
Redaktionelle Mitarbeit Gwen Fischer
in Kooperation mit ADIDAS Originals

Ist Home Office eine Lüge oder kann man zu Hause wirklich arbeiten? Nach eineinhalb Jahren Office Share arbeite ich übergangsweise wieder daheim, wie so viele andere Selbständige auch. Aber will ich meinen privatesten Ort geschäftsmäßig nutzen? Ist man zu Hause nicht angreifbarer, weniger professionell? Home Office ist Typ- und Wohnungssache. Also habe ich fünfzehn Freunde angeschrieben, die ein Home Office haben, oder zumindest hin und wieder zu Hause arbeiten. Alle haben ähnliche Erfahrungswerte und so musste ich nur zusammenfassend ergänzen und kam auf  Die fünf Regeln des Home Office:

 

1. Platz schaffen: Mit dem Laptop auf dem Schoß über einer Email einpennen. Blaue Flecken vom iPhone, das dir im Liegen kopfüber ins Gesicht stürzt. Das sind völlig normale Ausführungen von „Always On“, haben aber echt nichts mit Home Office zu tun. Ohne Schreibtisch kein Büro. Ohne Büro kein Büro. Wer effektiv zu Hause arbeiten möchte, braucht (einen) Platz. Ein Zimmer, in dem die Arbeit wohnt. Hell. Ruhig. Abschließbar.

 

2. Stopp dem Individualisierungsdrang: Wer sich so sehr in die Idee verliebt ein Büro zu haben und es beginnt einzurichten, als wäre es ein Kinderzimmer, sollte vielleicht Kinder bekommen. Die dritte Duftkerze, der fünfte Bilderrahmen und andere Gemütlichkeiten aus Living-Magazinen sind gut gemeinte Individualisierungsmaßnahmen, machen aus einem Büro aber ein zweites Wohnzimmer.

 

3. Anziehen! Wer direkt nach dem Aufstehen vor den Computer fällt, verwahrlost erbärmlich mit jeder weiteren Stunde. Spätestens wenn gegen zwölf der Typ von DHL klingelt und kurz darauf der UPS-Mann, um mal wieder alle Pakete für die Nachbarn abzuladen, ist dein Home Office gescheitert. Besser sind die gängigen Hygienemaßnahmen und Ankleidemanöver. Entspannt bleiben, aber nicht zu gemütlich. Keine Abhängwaren! Gute Looks zusammenstellen. Du kannst auch zu Hause Street sein. Und vor allem: Schuhe tragen. Das hilft standhaft zu bleiben. Kurz checken: würde ich so jemanden beruflich treffen?

 

4. Rausgehen! Nach dem Outfit und noch vor Outlook kurz das Haus verlassen. Einmal um den Block gehen oder einen Kaffee holen. Manche machen Yoga oder gehen ins Gym. Egal was es ist: wenn du zurückkommst, ist die Wohnungstür, die du gerade noch abgeschlossen hast, plötzlich der Eingang zum Büro.

 

5. Office bleibt Office! Bedeutet Bürozeiten einhalten, To-Do-Listen machen und vor allem Pausen und Feierabend. Aber auch: während der Geschäftszeiten professionell bleiben. Keine Wäsche waschen, Pornos glotzen, Kühlschränke plündern. Nicht auf Instagram und WhatsApp hängenbleiben. Am besten: Festnetz statt iPhone.

 

 Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung von ADIDAS Originals realisiert
Alle Oberteile und Schuhe auf den Fotos sind Teile einer neuen Kollektion, die den Sneaker aller Sneaker feiert, den Shelltoe aka Superstar

Die bestickten Slipper sind in Zusammenarbeit mit Gwen Fischer entstanden

 
 

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